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Laserbehandlungen

Laserbehandlungen

Die Anwendung der verschiedenen „Netzhaut-Laser“ bezeichnet man als „Photokoagulation“ (Verschmelzung mittels Licht). Die meisten Laser-Anwendungen am Auge betreffen die Netzhaut und Aderhaut. Die Netzhaut ist mit dem Film eines Photoapparates vergleichbar, es ist die lichtempfindliche Schicht. Die Aderhaut ist die Unterlage, welche die Netzhaut teilweise ernährt.

Laser können bei einer Vielzahl verschiedener Erkrankungen der Netzhaut und Aderhaut eingesetzt werden. Netzhautlöcher können z.B. durch „Punktschweißen“ abgeriegelt und so die gefährliche Netzhautablösung verhindert werden. Bei der Zuckerkrankheit kommt es durch undichte bzw. krankhaft wuchernde Blutgefäße ebenfalls zu gefährlichen Veränderungen, die mit dem Laser angegangen werden können. Bei der Behandlung setzt der Arzt nach einer örtlichen Betäubung ein spezielles „Kontaktglas“ auf das Auge, durch das der Laserstrahl auf die Netzhaut gelenkt wird. Durch die hohe Präzision der heutigen Laser-Technik wird ein sehr genaues Arbeiten bis auf ca. 1/20 mm möglich. Netzhaut-Laser bewirken eine kurzfristige Überwärmung des Gewebes auf ca. 80° C, wodurch es innerhalb einiger Tage bis Wochen zur Ausbildung einer Narbe kommt.

Sehr verschiedene Laser mit unterschiedlichen Wellenlängen (= Lichtfarben) werden eingesetzt. Es gibt Laser mit blau-grüner, grüner, gelber, roter und infraroter Wellenlänge. Die grünen Wellenlängen werden am häufigsten benutzt. Der bekannteste Netzhaut-Laser ist der Argon-Laser, bei dem eine mit dem Edelgas Argon gefüllte Röhre angeregt wird und ein blau-grünes Laserlicht abstrahlt.

Durchführung der Lasertherapie

Die Laserbehandlung wird in unserer Praxis ambulant durchgeführt. Sie ist in der Regel weitgehend schmerzfrei, das Auge wird lediglich durch Tropfen betäubt. Dies gilt vor allem für die gezielte Koagulation im Bereich der Makula (Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut).

Wird die gesamte Netzhaut behandelt, kann es im Bereich der Nerven zu Schmerzen kommen. Hier kann mit Schmerzmitteln vorbehandelt werden. Bei stärker empfundenem Schmerz ist auch eine Laserkoagulation in sogenannter retrobulbärer (das ist das Setzen einer örtlichen Betäubungsspritze neben den Augapfel) Lokalanästhesie möglich. Nach der Durchführung eines Sehtests wird die Pupille mit speziellen Augentropfen weitgestellt. Meist erfolgt dies im Abstand von 10-15 Minuten, circa 3 mal hintereinander. Mit Augentropfen wird dann die Hornhaut unempfindlich gemacht, bevor ein Kontaktglas auf das Auge aufgesetzt wird. Das Kontaktglas leitet das Laserlicht in das Auge.

Vor dem Eingriff wird der Patient bequem vor die Spaltlampe gesetzt, eine gute Stirn- und Kinnauflage muss gewährleistet sein. Manchmal wird er Kopf durch ein Band stabilisiert oder durch einen Assistenten gehalten.

Nach dem Aufsetzen des speziellen Kontaktglases auf das Auge stellt der Arzt zunächst ein scharfes Bild des zu behandelnden Netzhautareals ein. Bei ausreichendem Einblick kann dann direkt über das Untersuchungs-Kontaktglas die betreffende Stelle gelasert werden. Der farbige Zielstrahl des Lasers zeigt dem Arzt dabei ganz genau die Punkte an, auf die der Laserstrahl auftrifft. Auf diese Weise kann auf den Bruchteil eines Millimeters genau die Behandlung bestimmter Netzhautstellen erfolgen, ohne die gesunden Anteile der Netzhaut zu gefährden.

Die Laserbehandlung selbst dauert nur 10-15 Minuten, die Vorbereitung etwa 1 bis 1,5 Stunden. Wenn man gezielt nur an bestimmten Stellen der Netzhaut lasern muss, ist die Behandlung mit einer Sitzung abgeschlossen. In der Regel sind jedoch zwei bis drei Sitzungen erforderlich.

Zertifiziert und geprüft

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